SV Buchholz 01
Vorderladerschießen
Historische Waffen, handwerkliches Wissen und sportliche Präzision gehören beim Vorderladerschießen zusammen.
Das regelmäßige Training findet freitags in geraden Kalenderwochen statt; Details werden in der Gruppe beziehungsweise in der Vereins-App abgestimmt.
Schnellwahl: Die Vorderladergruppe Disziplinen im DSB Allgemeines und Voraussetzungen Perkussionspistole Steinschlosspistole Perkussionsrevolver
Die VorderladergruppeWir sind hier im Verein eine sehr aktive und auch erfolgreiche Gruppe von Vorderlader Schützen.
Wir sind hier im Verein eine sehr aktive und auch erfolgreiche Gruppe von Vorderlader Schützen. In unseren Reihen ist bis zum Weltmeister alles vertreten.
Wir schießen hauptsächlich die Vorderlader (VL) Disziplinen Kurzwaffe nach den Regeln des DSB.
Mit folgenden Waffen wird bei uns geschossen:
- 1. Perkussionspistole
- 2. Steinschlosspistole und
- 3. Perkussionsrevolver
Es wird hauptsächlich mit Replika (Nachbauten) geschossen. Es wird aber auch mit Originalwaffen geschossen.
Wir schießen auf 25m Distanz. Es werden 15 Schuss in 40 Minuten geschossen. Beim Wettkampf hat man noch vorher 10 Minuten Zeit für eine beliebige Menge an Probeschüssen.
- Allgemeines
- Steinschlosspistole
- Perkussionspistole
- Perkussionsrevolver
Disziplinen im DSBDas Vorderladerschießen ist eine traditionsreiche Disziplin im Deutschen Schützenbund (DSB),…
Das Vorderladerschießen ist eine traditionsreiche Disziplin im Deutschen Schützenbund (DSB), bei der mit historischen oder originalgetreu nachgebauten Waffen geschossen wird. Geschossen wird mit Schwarzpulverwaffen, die – wie in früheren Jahrhunderten – von vorne über den Lauf geladen werden. Der Umgang mit diesen Waffen erfordert neben Präzision und Konzentration auch ein hohes Maß an Sorgfalt und technisches Verständnis. Vorderladerdisziplinen verbinden historischen Schießsport mit modernem Wettkampfcharakter.
Disziplinen und Beispiele
- Perkussionsgewehr 50 m (7.10) — Geschossen wird stehend freihändig mit einem Vorderlader-Langwaffe, die über ein Zündhütchen ausgelöst wird. Beliebt wegen guter Präzision und handhabbarer Technik.
- Steinschlossgewehr 50 m (7.30) — Historisch anspruchsvoll: Die Zündung erfolgt über ein Zündpfannensystem mit Feuerstein. Erfordert Geduld und präzise Handhabung.
- Perkussionspistole 25 m (7.50) — Kurzwaffendisziplin mit freihändigem Schuss auf 25 m. Die Pistole wird mit Pulver, Kugel und Zündhütchen geladen – ein Klassiker im Vorderladerschießen.
- Perkussionsrevolver 25 m (7.40) — Revolverdisziplin mit mehreren Kammern. Schießen auf 25 m – beliebt für Dynamik und Herausforderung bei der Treffergenauigkeit.
Allgemeines und VoraussetzungenFür das aktive Schießen gibt es leider gibt es einige Hürden, die genommen werden müssen.
Voraussetzungen:
Für das aktive Schießen gibt es leider gibt es einige Hürden, die genommen werden müssen.
a) Die Sachkundeprüfung muß nachgewiesen werden.
b) Es ist dringend der Sprengstoffschein erforderlich.
Man kann zwar einschüssige Vorderlader frei 18 Jahren erwerben. Zum Erwerb des Schwarzpulvers aber ist der Sprengstoffschein erforderlich. Auch muß das Pulver zuhause für jede einzelne Ladung abgewogen und abgefüllt werden.
Der Lehrgang dauert ein Wochenende, macht viel Spaß, man lernt einiges und am Ende wird eine Prüfung abgelegt. Diese muß natürlich bestanden werden.
Dann, ja dann, kann der Spaß los gehen, und das ist garantiert.
Hier die von uns hauptsächlich geschossenen Waffenarten:
a) Steinschlosspistole (gezogener Lauf/glatter Lauf)
b) Perkussionspistole c) Perkussionsrevolver Ladeutensilien und Werkzeuge:
-Ladebrett für Pulverröhrchen und Rundkugeln -bereits abgefüllte Pulvermenge im Glas-/Kunststoffpulverröhrchen, pro Schuss 1 Röhrchen -Rundkugeln -Schusspflaster/ Schusspflastermilch/ Schusspflasterbox -Pulvertrichter -Kugelstarter -Ladehammer -Ladestock -Reinigungsstock/Reinigungslappen (Patches)
-Räumnadel -Pinzette/ Zange/Schraubenzieher -Pistons (Perkussionspistole)
-Zündhütchen (Perkussionspistole/-revolver)
-Pistonschlüssel (Perkussionspistole/-revolver)
-Pulverflasche mit Zündkraut (Steinschlosspistole)
-Feuersteine (Steinschlosspistole)
-Sicherungsdraht zum Verschließen des Zündkanals beim Laden (Steinschlosspistole)
-Zwischenmittel (Grieß oder Filzstopfen) zum Auffüllen (Perkussionsrevolver)
-Abdichtfett für die Trommel (z.B.:Vaseline oder Lube 103( (Perkussionsrevolver)
-Ladepresse (Perkussionsrevolver)
-Schnelllader (5 Ladungen Pulver und Grieß werden gleichzeitig, durch verdrehen, in die Trommel gefüllt -Lappen zum Abwischen Ferner ist noch eine Schutzbrille mit Seitenschutz sowie Gehörschutz zwingend vorgeschrieben.
PerkussionspistoleBei der Perkussionspistole wird das Pulver im Lauf durch das Perkussionszündhütchen zur…
Bei der Perkussionspistole wird das Pulver im Lauf durch das Perkussionszündhütchen zur Zündung gebracht.
Beim Lösen des Abzugs, schnellt der Hahn nach vorne und schägt auf das Piston.
Auf diesem wurde vorher das Zündhütchen gesteckt. Durch den Aufschlag wird die Zündmasse im Zündhütchen zur Explosion gebracht. Dieses entzündet sich und brennt durch den Zündkanal in den Lauf, wo das eigentliche Pulver zur Zündung gebracht wird.
Ladevorgang Perkussionspistole:
- Die Patches (Schusspflaster) werden vor dem Schießen in einer Box mit Schusspflastermilch befeuchtet um eine Schmierung zu gewährleisten.
- Der Hahn der Perkussionspistole wird in die Laderast gebracht.
- Mit Hilfe eines Pulvertrichters wird das vorher abgewogene Schwarzpulver in den senkrecht gehaltenen Lauf gefüllt.
- Nun wird das feuchte Patch mittig auf die Laufmündung gelegt.
- Anschließend wird die Bleikugel auf das Patch gelegt und etwas in den Lauf gedrückt. Mit dem Ladehammer wird die Kugel bündig eingeschlagen.
- Mit dem Kugelstarter wird die Kugel tiefer geschlagen und mit dem Ladestock ganz bis zum Pulver geschlagen.
- Man dreht sich jetzt um geht Richtung Scheibe und hält die Waffe waagerecht mit der Laufmündung zur Scheibe.
- Nun wird das Zündhütchen auf das Piston gesetzt und der Hahn gespannt.
Wird nun der Abzug betätigt, schnellt der Hahn nach vorn und schlägt auf das, auf den Piston gesetzte, Zündhütchen. Hier wird die Treibladung des Zündhütchens zur Explosion gebracht. Durch den Zündkanal wird das Pulver im Lauf gezündet. Die Bleikugel wird aus dem Lauf getrieben. Das Schusspflaster dichtet den Lauf ab, so entsteht der Druck, der die Kugel aus dem Lauf treibt.
SteinschlosspistoleBei der Steinschlosspistole wird das Pulver im Lauf mittels eines sogenannten Zündsteins zur…
Bei der Steinschlosspistole wird das Pulver im Lauf mittels eines sogenannten Zündsteins zur Zündung gebracht.
Im Hahnkopf wird der Zündstein befestigt. Dieser schlägt bei Auslösen des Abzugs auf die sogenannte Batterie. Diese ist aus Stahl und hat eine senkrechte, vor dem Hahn angeordnete Schleiffläche.
Wenn der Stein an der Batterie schabt, lösen sich Funken und diese fallen in die Pulverpfanne mit dem Zündkraut. Dieses entzündet sich und brennt durch den Zündkanal in den Lauf, wo das eigentliche Pulver zur Zündung gebracht wird.
Ladevorgang Steinschlosspistole:
- Die Patches (Schusspflaster) werden vor dem Schießen in einer Box mit Schusspflastermilch befeuchtet um eine Schmierung zu gewährleisten.
- Der Hahn der Steinschlosspistole wird in die Laderast gelegt. Mit einem Draht oder ähnlichem wird der Zündkanal verschlossen.
- Mit Hilfe eines Pulvertrichters wird das vorher abgewogene Schwarzpulver in den senkrecht gehaltenen Lauf gefüllt.
- Nun wird das feuchte Patch mittig auf die Laufmündung gelegt.
- Anschließend wird die Bleikugel auf das Patch gelegt und etwas in den Lauf gedrückt. Mit dem Ladehammer wird die Kugel bündig eingeschlagen.
- Mit dem Kugelstarter wird die Kugel tiefer geschlagen und mit dem Ladestock ganz bis zum Pulver geschlagen.
- Man dreht sich jetzt um geht Richtung Scheibe und hält die Waffe waagerecht mit der Laufmündung zur Scheibe.
- Etwas Zündkraut aus der Pulverflasche in die Zündpfanne geben. Leicht gegen das Schloss klopfen, damit Pulver in den Zündkanal gelangen kann.
- Die Batterie über die Pfanne drücken, so dass die Pfanne geschlossen ist. Den Hahn fertig spannen.
Wird nun der Abzug betätigt, schlägt der Feuerstein auf die Batterie und erzeugt beim schaben Funken. Gleichzeitig wird beim betätigen des Abzugs der Pfannendeckel geöffnet. Die Funken fallen auf das Zündkraut, entzünden dieses. Die Flamme gelangt durch den Zündkanal in den Lauf und gezündet das dortige Pulver. Die Bleikugel wird aus dem Lauf getrieben. Das Schusspflaster dichtet den Lauf ab, so entsteht der Druck, der die Kugel aus dem Lauf treibt.
PerkussionsrevolverDie Trommel wird aus dem Revolver ausgebaut.
Ladevorgang Perkussionsrevolver:
- Die Trommel wird aus dem Revolver ausgebaut.
- Dann wird diese auf die Achse der externen Ladepresse gestellt.
- Nun werden 5 Kammern der Trommel mit dem abgewogenen Schwarzpulver befüllt.
- Anschließend wird das Zwischenmittel (Grieß) in die Kammern gefüllt. Es wird so viel Grieß eingefüllt, das kein Hohlraum zwischen Pulver und Kugel besteht.
- Es werden nun die Kugeln auf die Kammern gelegt. Mit Hilfe der Ladepresse, werden die Rundkugeln, mit gleichmäßigem Druck in die Trommel gepresst. Dabei müssen die Kugeln etwas tiefer wie der
Trommelrand eingepresst werden.
- Nun müssen die abgescherten Kugelreste von der Trommel entfernt werden.
- Abschließend müssen nun die Kammeröffnungen mit Kammerfett (Vaseline oder Lube 103) zugeschmiert werden.
- Die Trommel wird jetzt wieder im Revolver eingebaut.
- Als letztes müssen jetzt die Zündhütchen auf die Pistons der Trommel gedrückt werden. Dabei überprüft man gleichzeitig, ob die Trommel frei drehen kann.
Wird nun der Abzug betätigt, schnellt der Hahn nach vorn und schlägt auf das, auf den Piston gesetzte, Zündhütchen. Hier wird die Treibladung des Zündhütchens zur Explosion gebracht. Durch den Zündkanal wird das Pulver im Lauf gezündet. Die Bleikugel wird aus dem Lauf getrieben. Beim erneuten Spannen des Hahns, wird die Trommel automatisch um eine Kammer weiter gedreht.
Wichtig ist der richtige, feste, immer gleichmäßige Griff am Revolver. Auch ist das zu schnelle Verschießen der 5 Schuss zu vermeiden.